Die Vorstellung von „Google Instant“ hat Anfang September Aufsehen im Internet erregt. Zwar ist bei der Suchmaschinenoptimierung nun Umdenken angesagt – aus technischer Sicht war die Einführung von „Google Instant“ aber nichts allzu Besonderes, was kurzerhand eine „Instantisierung“ des Internets hervorgerufen hat.

Was, bitteschön, ist „Google Instant“?
„Google Instant“ löst eine Google-Suche nicht mehr nur mit einem Klick auf „Suchen“ oder durch Drücken der Eingabetaste aus. Stattdessen wird nach jedem eingegebenen Buchstaben eine Google-Suche mit dem bislang eingegebenen Text ausgeführt.

Was ist so besonders an „Google Instant“?
Zunächst mal bedeutet die Einführung der Sofortsuche ein Vielfaches an erforderlicher Datenübertragung bei der gewöhnlichen Google-Suche: Wer nur über eine langsame Internetverbindung verfügt, wird unter Umständen länger warten müssen, ehe das gewünschte Suchergebnis erscheint. Wer keine Daten-Flatrate hat, sondern seine monatliche Gebühren nach Volumen zahlt, dem kann „Google Instant“ sogar eine höhere Rechnung bescheren. (Bei der mobilen Version der Google-Suche für Mobiltelefone ist die Instant-Suche natürlich nicht aktiviert.)

Ziel von „Google Instant“ ist es, dass man sein gewünschtes Suchergebnis bereits erhält, ehe man alle Suchbegriffe oder alle Buchstaben eines Suchbegriffs eingegeben hat. Wer also eine Internetseite zum Thema „Musik“ betreibt, ist herzlich eingeladen zu versuchen, nun auch bei der Suche nach „Mu“, „Mus“ und „Musi“ möglichst weit oben in den Suchergebnissen zu stehen.

Die Technik hinter „Google Instant“
Die Umsetzung der Technik ist kein Hexenwerk, denn bei der Google-Suche handelt es sich im Großen und Ganzen um ein einfaches HTML-Formular mit einem Eingabefeld und einem Button zum Abschicken. Ob das Formular mit einem Klick auf „Suchen“, mit einem Drücken der Eingabetaste, oder mit dem Eintippen eines einzelnen Buchstabens abschickt wird, macht bei der Programmierung kaum einen Unterschied. Das dachte sich auch ein Student aus den USA, der kurz nach der Vorstellung von „Google Instant“ ein „YouTube Instant“ umgesetzt hat und sich damit kurzerhand ein Jobangebot von YouTubes CEO über Twitter einheimste.

Siehe auch: FlInstant – Ein Tutorial für Flickr Instant